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Andreas Meixner

Beratung · Entwicklung · Organisation · Schulung

Andreas Meixner…

ist seit 2003 im Kultur- und Medienmanagement freiberuflich tätig. Neben seinen zahlreichen Aufgaben als Berater von Kultureinrichtungen und die Arbeit als Künstleragent beschäftigt er sich seit vielen Jahren mit dem Berufsbild des Sängers. Durch die enge Freundschaft und Zusammenarbeit mit professionellen Sängern, und sein eigenes, sängerisches Engagement in Profichören ist er mit den Sorgen und Nöten der Künstlerexistenz bestens vertraut. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Kunst & Kultur gehört zu seiner täglichen Arbeit. Als Mitgesellschafter eines CD-Labels ist er zudem mit den Mechanismen der Musikwirtschaft hautnah konfrontiert.

Anstelle eines Lebenslaufes mit den vielen üblichen Informationen gibt ein mehr oder weniger fiktives Interview Auskunft über die Person von Andreas Meixner.

Wie bezeichnen Sie sich, wenn Sie nach Ihren Beruf gefragt werden?

Den Begriff „Kulturmanager“ vermeide ich, er ist zu absolut und vielleicht zu allgemein. Ich antworte lieber damit, dass ich im Bereich des Kulturmanagements tätig bin, mit gewissen Schwerpunkten. Dafür kommt mir auch meine kaufmännische Ausbildung zu Gute.

Mut scheint auch dazu zu gehören, sich im Kulturbereich selbstständig zu machen.

Es war sicherlich nicht Mut, sondern eine gegebene Notwendigkeit. Es gibt nur wenige Möglichkeiten, außerhalb öffentlicher Kultureinrichtungen oder Hochschulen eine Festanstellung im Kulturleben zu finden. Nach meiner Zeit als Anzeigenredakteur des ConBrio-Verlages (neue musikzeitung) war mir aber klar, dass ich nur als Freiberufler die Chance habe, weiterhin in der Musikwirtschaft zu bleiben.

Welche Grundidee haben Sie mit Ihrer Existenzgründung verfolgt?

Der Grundansatz, Öffentlichkeitsarbeit für Kultureinrichtungen anzubieten war die eigentliche Keimzelle und ist bis heute ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit. Allerdings ist die Nachfrage nicht immer konstant genug, weswegen ich auch Projekte in Eigeninitiative vorantreibe. So startet z. B. im Herbst 2007 ein über Jahre vorbereitetes Seminarangebot für Gesangsstudenten, von dem ich mir mittelfristig eine große Nachfrage erhoffe.

Das Seminar nennt sich „von Musik leben“ und richtet sich zunächst an Gesangsstudenten und Berufsanfänger im klassischen Bereich. Zusammen mit Dozenten aus der Szene vermittelt der 2-Tages-Kurs alles Notwendige in Sachen Versicherung, Eigenvermarktung, Rechte an Bild und Ton, Vertragswesen und vieles mehr. Also alles das, was bisher im Studium zu kurz kommt, aber von immenser Bedeutung für die künstlerische Karriere ist.

Seit 2005 sind Sie auch als Künstleragent aktiv.

Das ist ein Tribut an die ständige Nachfrage. Immer wieder wurde bei mir dieses Arbeitsfeld nachgefragt, bis ich mich dazu entschied, als Künstleragent einzusteigen. Ein hartes Brot mit dem Problem, dass der Erfolg der Arbeit erst nach Monaten, manchmal erst nach über einem Jahr messbar wird. Gegenüber dem meist ungeduldigen Klientel eine nicht immer einfache Position. Daher biete ich diese Dienstleistung nur einem sehr kleinen, ausgesuchten Künstlerkreis an, um diesen Anforderungen auch gerecht zu werden.

Zudem sind Sie seit April 2007 auch noch Mitgesellschafter eines CD Labels.

Ein Kontakt im Winter 2006, der sich als sehr fruchtbar für beide Seiten erwies, weswegen ich mich entschlossen habe, auch im Bereich Tonträger ein Standbein zu errichten und meine Kernkompetenzen bei SPEKTRAL einzubringen. So habe ich in der Summe meiner Tätigkeiten ein Gesamtpaket geschnürt, von dem ich zuversichtlich bin, mich im Markt weiter etablieren zu können.

Sie selbst sind ja auch noch als Musiker tätig.

Ich unterrichte mit viel Spass Querflöte. Auch freut es mich, dass ich immer wieder als Sänger von professionellen Chören angefragt werde. Leider reicht jedoch die Zeit kaum aus. Lediglich dem ensemble cantissimo unter Markus Utz bin ich seit vielen Jahren als Bariton treu geblieben.